Unglaube und Heilung

Unglaube und Heilung

Christen wissen worüber sie reden wenn sie sagen: „ich glaube dass der Herr mich gerettet hat.“
Wenn die Bibel aber sagt: „Durch seine Wunden sind wir geheilt“, dann kommt das Argument:Davon sehe ich aber nichts, ich bin nach wie vor krank. Ich habe selbst dafür gebetet und auch für mich beten lassen.

Mit welchen Erwartungen, mit welchem Wissen um die Kraft Gottes, mit welchem Glauben hast du gebetet oder für dich beten lassen?
„wie viel Unglaube war in deinem Herzen?“

Du kannst Glauben und Unglauben gleichzeitig in deinem Herzen haben.
Math. 17, 17-20 Heilung des Mondsüchtigen Jungen.

Die Jünger konnten den Jungen nicht heilen.
Jesus war sauer auf seine Jünger.
17 Jesus aber antwortete (den Jüngern) und sprach: O ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? Bringt ihn mir her!
18 Und Jesus bedrohte ihn, und der Dämon fuhr von ihm aus; und von jener Stunde an war der Junge geheilt.
19 Da traten die Jünger für sich allein zu Jesus und sprachen: Warum haben wir ihn nicht austreiben können?
20 Er aber spricht zu ihnen: Wegen eures unglaubens ; denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er wird sich hinwegheben. Und nichts wird euch unmöglich sein.

In einigen „modernen“ Übersetzungen wird hier „wegen eures Kleinglaubens“ übersetzt. Tatsächlich steht hier aber das griechische Wort „Apistia“, das heißt „Unglaube“.

Unglaube ist Böse, Unglaube ist Sünde.
Hebr 3,12
Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei im Abfall vom lebendigen Gott

Bei den Jüngern wurde der Glaube durch Zweifel und Unglauben aufgehoben.Deshalb sagt Jesus ihnen: ihr konntet das nicht tun, weil ihr Unglauben in euren Herzen hattet.
Beispiel:
Zum Gottesdienst kommt eine kranke Person. Sie sitzt im Rollstuhl und bittet um Heilung.
1. Frage an die Gemeinde:
„glaubt hier jemand, dass Gott diese Person heilen kann?“
Viele Hände würden nach oben gehen.
2. Frage:

„wer glaubt, dass Gott diese Person heilen will.“
Dann würden vielleicht immer noch viele Hände oben bleiben.
Die nächste Frage wäre:
„Wer glaubt, dass diese Person jetzt, in diesem Moment von Gott geheilt wird?“
Nur wenige würden noch aufzeigen.

Dann käme die Aufforderung:
„Wenn du glaubst, dann komm nach vorne und bete, damit diese Person gesund den Raum verlässt.“
Wie viele Leute würden nach vorne kommen?

Wenige. Weil Angst, Menschenfurcht, die Angst vor dem Versagen, die Angst davor, was passiert, wenn nichts passiert, den Unglauben nährt und unseren Glauben zunichte macht.