Abendmahl:
Uns wurde früher gelehrt:
ein jeder prüfe sich selbst (ob da noch Unvergebenheit oder Sünde ist?)
also esse er von dem Brot…
Im Kontext gelesen sagt der Apostel Paulus in 1. Kor. 11:
Wir müssen das Abendmahl von einem „normalen“ Abendessen unterscheiden.
Genau das kritisiert Paulus bei den Korinthern.
1.Kor. 11,20-22
20 Wenn ihr nun zusammenkommt, so ist es nicht <möglich>, das Herrenmahl zu essen.
21 Denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig,
der andere ist betrunken.
22 Habt ihr denn nicht Häuser, um zu essen und zu trinken? Oder verachtet ihr die
Gemeinde Gottes und beschämt die, welche nichts haben? Was soll ich euch sagen?
Soll ich euch loben? Hierin lobe ich nicht.
Dann kommen die „Einsetzungsworte“ des Abendmahles.
Danach spricht er über das Gericht wenn die Menschen das Mahl nicht von normalem
Essen und Trinken unterscheidet.
1.Kor. 11,29
29 Denn wer isst und trinkt, isst und trinkt sich selbst Gericht, wenn er den Leib
<des Herrn> nicht <richtig> beurteilt. (andere Übersetzung: oder nicht unterscheidet)
Paulus sagt, wie man es richtig macht.
1.Kor. 11,33-34
33 Daher, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommt, um zu essen,
so wartet aufeinander!
34 Wenn jemand hungert, der esse daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das Übrige aber will ich anordnen, sobald ich komme.
In diesen Versen geht es nicht um (unvergebene) Schuld, an die wir uns erinnern sollen, um dann dem Mahl fernbleiben, weil wir ja unwürdig sein könnten.
Viele Christen nehmen am Abendmahl teil, obwohl sie wissen, dass es da noch ungeklärte
„Sünden“ in ihrem Leben gibt. Sie tun es trotzdem, weil sie sich vor anderen Christen,
dem Nebenmann/Frau in der Sitzreihe nicht blamieren wollen.
Sie haben das Gefühl unwürdig zu sein und nehmen deshalb das Mahl mit einem
schlechten Gewissen ein.
Auf diese Art und Weise falsch verstanden, kann dieses wunderbare Geschenk
oftmals nicht seine heilende und an Jesus bindende Kraft entfalten.
In diesen Versen wird auch ein Grund angegeben, warum Menschen sogar krank sein
können. Das unwürdig sein, bezieht sich hier nicht auf Sünden, Taten oder nicht bereinigte,
zwischenmenschliche Beziehungen, oder auf unvergebene Schuld
(es ist uns bereits jede bekannte Schuld vergeben), oder irgend etwas, das zwischen Gott und dem
Menschen steht, sondern auf das nicht unterscheiden vom Abendmahl zum
gewöhnlichen Abendessen. Das führte in Korinth zu einem Fress- und Saufgelage.
Das Mahl des Herrn war zu einem hervorheben des eigenen Reichtums verkommen.
Ein Christ, der mit Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist lebt,
ist bestrebt, immer in der Vergebung, der Liebe Gottes und der Liebe zu seinen Mitmenschen zu leben.
Nicht aus dem Druck heraus: du musst das…, du darfst das jetzt nicht… sondern die Liebe
treibt uns dazu. Wenn ich jemanden von Herzen liebe, trachte ich danach ihm zu gefallen.
In Math. 6,12 sagt Jesus:
12 und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben;
Eine andere Option gibt es bei Jesus nicht. Das ist unser Anteil an der Vergebung durch Christus.
Sicherlich ist in diesem Abschnitt nicht alles ausreichend betrachtet, was das Abendmahl in Bezug auf Sünde anbelangt.
Nur durch Christus SIND wir die Gerechtigkeit Gottes.
2.Kor. 5,21
21 Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht,
damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.